Marktgemeinde Offenhausen
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Länge: 8,9 km
Höhendifferenz: 250 m
Gehzeit: 2:15 Stunden
Schwierigkeit: leicht – mittel
Wegbeschaffenheit: 70% Asphalt, 30% Wald & Wiese
Markierung: Weiss-Rot
Start: Parkplatz Sägewerk
Der abwechslungsreiche Weg verläuft lange über herrliche Höhenrücken. Er hat jedoch einige Wiesenwege und Anstiege, daher sollte man eher trockene Tage wählen, für Kinderwägen ist die Route nicht geeignet.
Vom Startpunkt, dem Sägewerk, führt dieser Weg Richtung Süden über ein Brücklein beim Grünbach. An der kleinen Hinterkörner-Kapelle vorbei führt nun der Weg aufwärts am Pfoserweg. Links geht es dann auf einem schönen Waldweg, dem „Kirchensteig“, bergauf. Vom Waldrand geht es zur Ortschaft Osterberg, früher auch Hochmarkt genannt. Dieser Name ist schon seit 824 überliefert.
Auf der Straße wenden wir uns nach links und wandern auf dem Höhenrücken entlang, es geht durch das Langholz bis zum Christopherusplatzl neben dem Egelseer Teich. Es wurde 2005 von Franz Reinthaler und Fritz Lichtenwagner errichtet. Hier laden Tisch und Bänke zur Rast ein, und vor allem kann die herrliche Aussicht genossen werden. Anschließend geht es bergab bis zur Ortschaft Kleinkrottendorf, nach rechts durch den Ort, um dann nach links über einen Wiesenweg zu einem Steg über den Grünbach zu wandern. Wird die Landstraße überquert, landen wir direkt beim Gasthaus Pupeter. Nach einer Rast (Achtung: Ruhetage So + Mo) gehen wir einen wildromantischen Hohlweg, der „Fleischhacker Roll“, bergauf. Dieser Weg führt uns bis zu einem Güterweg, dem wir nach links folgen. Wir können kurz einen kleinen Abstecher (100 Meter) zum „Hamisch Gaderl“ machen, um die Aussicht Richtung Welser Heide und das östliche Alpenvorland zu genießen. Wir bleiben am Asphalt und überqueren die Straße Offenhausen–Kematen, lassen die Ortschaft Grub links liegen. Wir landen schließlich auf einem Wiesenweg, der uns in einen Wald führt. Dieser Weg ist als „Römerweg“ bekannt. Er war möglicherweise die Verbindung vom römischen Wels nach Burghausen in Bayern, eine Informationstafel weist darauf hin.
Wenn wir den Wald verlassen, erblicken wir linker Hand bereits die 1742 erbaute Maria-Hilf-Kapelle. Ein Bankerl lädt zum Verweilen ein, bevor wir weiter zum Ortszentrum abwärts wandern.
Wir gelangen zum Marktplatz, um den Marktbrunnen, die Pestsäule und die Wäsche-schwemme zu besuchen. Es ist noch gar nicht so lange aus, dass einige Haushalte ihr Wasser vom Marktbrunnen holten und im Wäschgasserl ihre Wäsche im Weiherl schwemmten. Auf alle Fälle lohnt sich auch ein Blick in die Pfarrkirche zum heiligen Stephanus. Ende des 16., Anfang des 17. Jhdt. als Renaissance-Kirche errichtet, ist vor allem das an der Nordseite des Langhauses befindliche Grabmal von Jörg III. von Perkheim zu bewundern. Er erwirkte 1534 die Markterhebung Offenhausens von Kaiser Ferdinand I. Die südliche Seitenkapelle, das viel beachtete „Wolkenschiff“, wurde im Zuge der letzten Renovierung 2023 neu gestaltet und ist allemal einen Besuch wert. Nun kann noch beim Kirchenwirt, dem Gasthaus Schmalwieser, Einkehr gehalten werden, bevor es zum Ausgangspunkt zurück geht.